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Die Arbeitsplatzbrille

Die Arbeitsplatzbrille
26. September 2018


Arbeitsplatzbrillen - auch Office-Brillen, Computerbrillen oder Bildschirmarbeitsplatzbrillen genannt - haben Gläser, die speziell auf den Arbeitsplatz und die nahe Umgebung des Arbeitsumfeldes abgestimmt werden. Sie unterscheiden sich von herkömmlichen Gleitsichtbrillen durch ein wesentlich breiteres Blickfeld mit einem stufenlosen Übergang im nahen und mittleren Sehbereich. Damit ermöglichen sie ein angenehmes und beschwerdefreies Sehen bei langen Computerarbeiten und bei handwerklichen Tätigkeiten, die Ihre Augen stark beanspruchen.


Vorteile einer Arbeitsplatzbrille


Im Gegensatz zu Lesebrillen, die für Entfernungen von ca. 30 cm gefertigt werden, sind Arbeitsplatzbrillen speziell auf Entfernungen des Computerbildschirms und die nähere Arbeitsumgebung abgestimmt. Da es sich meist um Mehrstärkenbrillen handelt, können verschiedene Distanzen wahrgenommen werden. So können mit einer Arbeitsplatzbrille beispielsweise sowohl eine Tastatur in 40 cm als auch ein Monitor in 70 cm Entfernung sehr gut wahrgenommen werden.



Darüber hinaus eignet sich der kleine Fernsichtbereich für Distanzen auf ca. zwei Meter Entfernung, wodurch man den Arbeitskollegen oder die Kollegin gegenüber gut erkennt und einen Wandkalender ebenfalls noch gut ablesen kann kann. Die optimale Sehdistanz liegt jedoch im Bereich des Monitors, in einer Entfernung von 50-80 cm.



Unterschied zwischen Arbeitsplatzbrille und normaler Gleitsichtbrille


Bei der Arbeitsplatzbrille handelt es sich um eine Form der Gleitsichtbrille. Normale Gleitsichtgläser sind allerdings besonders im Fern- und Nahsichtbereich auf die alltäglichen Situationen abgestimmt. Der Bereich für die Zwischendistanzen dagegen ist recht schmal und dient eher dem Übergang von Fern- zu Nahsicht. Arbeitsplatzgläser hingegen haben speziell im Nah- und Zwischenbereich ein extra großes Sichtfeld. Der Fernbereich ist weniger stark ausgeprägt.


Arbeitsplatzbrillen helfen bei Beschwerden


Viele Menschen, die stundenlang im Büro vor einem Monitor sitzen oder anstrengende handwerkliche Arbeiten ausüben, klagen über körperliche Probleme die sich mithilfe einer Arbeitsplatzbrille häufig verbessern oder gar beheben lassen. Augenprobleme bei der Bildschirmarbeit sind keine Seltenheit, deshalb sollten Sie frühzeitig handeln.



Eine häufige Beschwerde ist das sogenannte Office-Eye-Syndrom, bei dem die Betroffenen über trockene und gerötete Augen klagen, was oft mit Kopfschmerzen und Müdigkeit einhergeht. Dies liegt oft an schlechten Lichtverhältnissen und strahlenden, flackernden Bildschirmen, wodurch die Augen stark belastet werden. Ebenfalls führen unvorteilhafte Sitzpositionen, die durch eine schlechte Sicht eingenommen werden, zu Verspannungen und Schmerzen im Nacken- und Rückenbereich.


Wer hat Anspruch auf eine Arbeitsplatzbrille?


Sollte die normale Brille für Ihre Bürotätigkeit nicht mehr ausreichen oder Sie aufgrund von Alterssichtigkeit Beeinträchtigungen bei Ihrer Arbeit haben, dann muss Ihr Arbeitgeber die Kosten für eine Arbeitsplatzbrille übernehmen.


Eine Arbeitsplatzbrille zählt grundsätzlich zur persönlichen „Schutzausrüstung“ für den Arbeitnehmer. Folglich ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet eine geeignete Brille für den Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen, sofern die Notwendigkeit von einem Arzt bestätigt wurde.


Anspruch auf eine Arbeitsplatzbrille haben Personen, deren Tätigkeit durch die Bildschirmarbeit geprägt ist oder deren Sehvermögen durch Presbyopie (Alterssichtigkeit) beeinträchtigt ist.


Die Voraussetzungen dafür müssen durch eine fachgerechte, augenärztliche Untersuchung bestätigt werden. Wenn Sie auf eine modische oder spezielle Brillenfassung bestehen, müssen Sie den Aufpreis jedoch selbst bezahlen. Grundsätzlich gilt, dass der Arbeitgeber nach Erwerb der Brille Eigentümer ist und Sie Absprache halten sollten, ob das Tragen in der Freizeit gestattet ist.


Arbeitsplatzbrille ohne Sehstärke, mit Blaulichtfilter?


Grundsätzlich könnte man denken, was bringt eine Arbeitsplatzbrille ohne Sehstärke? Auf den ersten Blick etwas seltsam, stellt sich auf den zweiten Blick schnell heraus, welche Funktion eine Brille auch ohne Sehstärke haben kann. Hier kommt das Stichwort Blaulichtfilter bzw. Blue-Blocker zum tragen. Wie bereits seit längerem bekannt ist, strahlen viele moderne Lichtquellen, seien es Computerbildschirme, LED-Lampen, Xenon-Lichter oder Smartphones und Tablets geringe Dosen an Licht mit erhöhtem Blauanteil ab.


Zwar ist bislang nicht bekannt, welche genauen Auswirkungen für das menschliche Auge bestehen, jedoch ist es bewiesen, dass das blaue und violette Licht die Augen schädigt und Entzündungen der Binde- und Netzhaut hervorruft. Oft wird auch von einer Makuladegeneration gesprochen, welche eine Gruppe von Erkrankungen der Netzhaut beschreibt.


Wenn Sie also täglich mehrere Stunden an Computerbildschirmen sitzen, viel mit Tablets, LED-Geräten und anderen modernen Lichtquellen arbeiten, sollten Sie sich überlegen, ob Sie Ihren Augen eine Entlastung gönnen und eine Brille mit Blaulichtfilter verwenden.


Konfigurieren Sie jetzt Ihre Arbeitsplatz Gleitsichtgläser und gönnen Sie Ihren Augen Entspannung vor dem Bildschirm.

Posted in: MedizinTechnik