Meibom-Drüse

Die Meibom-Drüsen sind Talgdrüsen, deren Ausgänge sich in den Rändern des unteren und oberen Augenlids befinden. Probleme mit dieser Drüse ist eine häufige Ursache für trockene Augen.

Im unteren Augenlid gibt es ca. 25, wobei es im oberen etwa 50 Meibom-Drüsen gibt. Sie sondern ein öliges Sekret ab, welches zusammen mit Tränenflüssigkeit und Schleimstoffen durch den Lidschlag auf dem Auge verteilt wird und die Lipidschicht des Tränenfilms bildet. Eine intakte und stabile Lipidschicht vermindert die Verdunstung von Wasser aus dem Tränenfilm.

Das Sekret der Meibom-Drüsen unterscheidet sich in seiner biochemischen Zusammensetzung stark von Hauttalg. Bei den gelblichen Körnchen („Schlafsand“), die sich morgens manchmal in den inneren Augenwinkeln finden, handelt es sich übrigens um eingetrocknetes Meibom-Drüsen-Sekret.

Ähnlich wie bei Talgdrüsen kann auch der Ausgang der Meibom-Drüsen durch verdicktes Sekret verstopft werden, sodass diese nicht mehr ihrer Funktion nachkommen kann. Häufig geschieht das im Zusammenhang mit einer Entzündung in der Drüse, weiterhin können auch hormonale/altersbedingte Veränderungen die Zusammensetzung des Drüsensekrets beeinflussen. 

Regelmäßige Lidkantenpflege verflüssigt den Lipidpropf und beseitigt die durch verdicktes Sekret verursachten Verstopfungen. Ist eine Fehlfunktion der Meibom-Drüsen die Ursache trockener Augen, ist Lidkantenpflege ein essentieller Bestandteil der Therapie. 

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