Hornhautscheitelabstand

Der Hornhautscheitelabstand gibt den Abstand zwischen Auge und Brillenglas an. Er spielt für die ganz exakte Bestimmung der benötigten Sehstärke mit einer bestimmten Brillenfassung eine wichtige Rolle. Der Hornhautscheitelabstand (abgekürzt HSA) gehört mit Pupillendistanz, Fassungsscheibenwinkel und Vorneigung zu den individuellen Parametern jedes Brillenträgers.

Eine Veränderung des Abstandes zwischen Auge und Brillenglas verändert die Wirkung des Brillenglases. Der Hornhautscheitelabstand hängt vom Design der Brillenfassung und von der Anatomie des Trägers ab – typische Werte liegen zwischen 11 und 18 Millimeter, als Durchschnittsabstand gelten 14 Millimeter.

Unterscheiden sich die Hornhautscheitelabstände verschiedener Fassungen nicht zu extrem, sind die resultierenden Fehler zu verschmerzen – schließlich ändert sich der Hornhautscheitelabstand auch, wenn ein und dieselbe Fassung ein Stückchen auf der Nase auf- und abrutscht. Trotzdem gehört die Messung des Abstandes heute bei hochwertigen asphärischen Brillengläsern und vor allem bei individual Gleitsichtgläsern zum Protokoll der Brillenglasbestimmung. Dieser lässt sich mit einfachen mechanischen Messgerätn, wie dem Distometer messen. Moderne videobasierte Zentrierstationen messen automatisch.

Bei Weitsichtigkeit gilt: Je größer der Hornhautscheitelabstand, desto kleiner ist der benötigte Dioptrienwert. Bei Kurzsichtigkeit ist dies umgekehrt: Je größer der Hornhautscheitelabstand, desto größer ist der benötigte Dioptrienwert. Dabei wächst der Einfluss des Hornhautscheitelabstandes mit wachsender Fehlsichtigkeit.

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